Aus einer unerwarteten Wendung wurde nachhaltige Innovation: Mitten im Gebäuderohbau im Frankfurter Europaviertel musste der Bauherr – unterstützt von Schindler – plötzlich umplanen. Daraus entstand das Timber Pioneer, ein zukunftsweisendes Bürogebäude aus Holz, das Nachhaltigkeit und smarte Gebäudetechnik von Schindler eindrucksvoll vereint.
Anzahl
5 (Timber Pioneer) + 4 (F.A.Z.-Tower)
Standort
Europa-Allee 92, 60486 Frankfurt am Main
Fertigstellung
2024
Produkte
Schindler S5500 (Timber Pioneer)
Schindler S5500 (F.A.Z.-Tower)
Ein Bürogebäude aus Holz – das ist das Timber Pioneer in Frankfurt am Main. In dem nachhaltigen Bau stecken nicht nur 1.800 Kubikmeter Fichtenholz, sondern auch fünf moderne Aufzüge und intelligente Technologien von Schindler für einen reibungslosen Gebäudebetrieb.
Frühjahr 2020: Baubeginn im Europaviertel in Frankfurt am Main. Hier soll ein Hotel entstehen – eine gewöhnliche Konstruktion aus Stahl, Beton und Glas. Doch dann bricht die Coronapandemie aus. Mitten im Rohbau ziehen die Investoren sich zurück, der Bauherr muss schnell umplanen. Aus dem Hotel wird ein Bürogebäude. Und aus der herausfordernden Situation eine neue Chance. Denn in der Mainmetropole entsteht nach den Plänen des Architekturbüros Eike Becker_Architekten ein Vorzeigeobjekt für nachhaltiges Bauen im urbanen Raum: Das achtstöckige Timber Pioneer ist Frankfurts erstes Bürogebäude in Holz-Hybrid-Bauweise.
„Bei der Umplanung haben wir gezielt auf eine nachhaltige Bauweise gesetzt, um einen echten Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Immobilienbranche zu leisten“, sagt Steffen Barkholtz, Prokurist des Bauherren-Joint-Ventures und Projektleiter beim beteiligten Partner UBM Development. Ebenfalls Teil des Projekts ist die Paulus Immobilien GmbH. „Schindler hatte bereits den Zuschlag für die Aufzuganlagen im ursprünglichen Objekt erhalten und hat uns bei der Umplanung professionell unterstützt.“
Im Timber Pioneer wurden rund 1.800 Kubikmeter FSC-zertifiziertes Fichtenholz verbaut – das spart etwa 80 Prozent CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen. Das natürliche Material sorgt darüber hinaus für ein besonders angenehmes Raumklima auf den rund 14.000 Quadratmetern Bürofläche. Neben namhaften Unternehmen sind auch ein Supermarkt und ein Fitnessstudio im Gebäude vertreten.
Auch in Sachen Komfort und Technologie beschreitet der Bau neue Wege. „Beim Timber Pioneer wollten wir nicht nur ressourcenschonend bauen, sondern auch ein smartes Zugangs- und Gebäudemanagement realisieren. Hier hat Schindler bereits frühzeitig in der Planungsphase passende Lösungen aufgezeigt“, so Barkholtz.
Neben fünf Aufzuganlagen der Serie S5500 installierte Schindler auf allen acht Etagen sowie an Eingängen und Bürozugängen das intelligente PORT Access-System. Dieses regelt die Zugangskontrolle zu Türen und Bereichen im Gebäude und nutzt je nach Ausführung QR-Code-Scanner, Kameratechnik, Gegensprechanlage und Klingel. Mitarbeitende und Gäste profitieren von einem komfortablen und sicheren Zugang, während die ansässigen Unternehmen Zugänge und Berechtigungen individuell steuern können. Bei geänderten Bürobelegungen, -zuschnitten oder Umzügen lassen sich die Berechtigungen für den Zutritt einfach und flexibel anpassen.
PORT Access funktioniert unabhängig von der Aufzugtechnik; im Timber Pioneer ist das System jedoch mit den Schindler Aufzügen gekoppelt. Für die Steuerung der Aufzüge kommt wiederum die separate, intelligente Schindler PORT-Technologie zum Einsatz. Sie stellt sicher, dass immer der schnellste und effizienteste Aufzug für jede Fahrt ausgewählt wird. Dies führt zu einem optimalen Personenfluss, leistungsfähigen Aufzügen, hohem Komfort und einem geringeren Energieverbrauch.
Wie das Zusammenspiel der Systeme in der Praxis aussieht? Ob Tiefgarage oder Haupteingang: Mitarbeitende identifizieren sich mit ihrem Ausweis an der jeweiligen PORT Access-Stelle. Das System prüft die Berechtigung, öffnet Schranken, Speedgates oder Türen und bestellt automatisch den Aufzug. So gelangen Mitarbeitende, aber auch Gäste und Besucher, zügig in die Etage, für die sie eine Berechtigung haben. An den Schindler-Terminals vor den Büroeingangstüren lassen sie ihre Ausweise scannen und erhalten Zutritt zu ihrem Arbeitsplatz. „Von der ersten Identifikation über den Transport im Gebäude bis hin zum Öffnen von Türen: Mit seinem PORT Access-System und den Aufzuganlagen liefert uns Schindler Mobilität und Zugangskontrolle aus einer Hand“, sagt Barkholtz.
Die fünf Aufzüge von Schindler im Timber Pioneer sind in zwei Gruppen angeordnet: eine Gruppe mit drei und eine weitere mit zwei Aufzügen. Die Anlagen verfügen über die Schindler PORT-Zielwahlsteuerung. Die Kabinenausstattung besteht aus spiegelpoliertem Edelstahl, Holzhandläufen und LED-Flächenleuchten an der Decke. Die Kabinen- und Schachttüren öffnen und schließen besonders schnell – in bis zu 1,3 Sekunden. Dies sorgt für kürzere Türzyklen, steigert zusätzlich die Förderleistung und reduziert Wartezeiten für die Nutzenden. Barkholtz betont: „Schindler hat uns leistungsfähige Aufzüge geliefert, die dank verschiedener High-Speed-Komponenten schnellere Fahrten absolvieren und mehr Passagiere transportieren können.“
Direkt neben dem Timber Pioneer steht der F.A.Z.-Tower. Beide Gebäude wurden parallel vom selben Bauherrn errichtet und teilen sich die Tiefgarage. Auch beim F.A.Z.-Tower, der unter anderem die namensgebende Frankfurter Allgemeine Zeitung beheimatet, zeichnete Schindler für die Aufzugsanlagen verantwortlich. Der Tower konnte bereits Ende 2022 fertiggestellt werden. Im 18-stöckigen Gebäude installierte Schindler vier Aufzüge des Typs S5500. Die Kabinen bestehen aus Glaswänden und Edelstahldecken mit LED-Beleuchtung. Jede Kabine verfügt über einen Media-Screen, über den Neuigkeiten – zentral vom Betreiber gesteuert – angezeigt werden. Ein zusätzlicher Shuttleaufzug verbindet die unterirdischen Parkdecks mit der Lobby.
Mithilfe der digitalen Lösung Schindler LobbyVision können die Betreiber von Timber Pioneer und F.A.Z.-Tower den Status der Aufzüge digital in Echtzeit monitoren. „Mit Schindler hatten wir bei beiden Projekten – Timber Pioneer und F.A.Z.-Tower – einen Partner an unserer Seite, der uns von Anfang an auf Augenhöhe begegnet ist und mit seinen Lösungen maßgeblich dazu beiträgt, unsere Gebäude intelligenter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten“, fasst Barkholtz zusammen.
Traglasten
1000
kg
Geschwindigkeit
1,60 m/s
Förderhöhe
34
-
38
m
Anzahl
5
Haltestellen
11
Konfiguration
Als Zweier- und Dreier-Gruppen • je ein vollwertiger Feuerwehraufzug und ein Feuerwehrersatzaufzug pro Gruppe
Ausstattung
PORT-Zielwahlsteuerung: Port1, Port1 Mini, Port3, Port4, Port4 for Visitors • Spiegelpolierte Edelstahlkabinen mit Holzhandlauf und LED-Flächenleuchten • Schachttüren in Tiefschwarz RAL 9005
Traglasten
1275
-
1500
kg
Geschwindigkeit
1
-
3
m/s
Förderhöhe
24
-
75
m
Anzahl
4
Haltestellen
22
Konfiguration
Schindler S5500 mit High-Speed-Schacht-/Kabinentüren (inkl. vollwertigem Feuerwehraufzug und Feuerwehrersatzaufzug) 1x Shuttleaufzug
Ausstattung
Kabinen aus Weißglas und Edelstahldecken mit LED-Beleuchtung • Schindler LobbyVision • 1 Media-Screen je Kabine
Traglasten
1000
kg
Förderhöhe
34 -
38
m
Anzahl
5
Geschwindigkeit
1,60 m/s
Haltestellen
11
Konfiguration
Als Zweier- und Dreier-Gruppen • je ein vollwertiger Feuerwehraufzug und ein Feuerwehrersatzaufzug pro Gruppe
Ausstattung
PORT-Zielwahlsteuerung: Port1, Port1 Mini, Port3, Port4, Port4 for Visitors • Spiegelpolierte Edelstahlkabinen mit Holzhandlauf und LED-Flächenleuchten • Schachttüren in Tiefschwarz RAL 9005
Traglasten
1275 -
1500
kg
Förderhöhe
24 -
75
m
Anzahl
4
Geschwindigkeit
1 -
3
m/s
Haltestellen
22
Konfiguration
Schindler S5500 mit High-Speed-Schacht-/Kabinentüren (inkl. vollwertigem Feuerwehraufzug und Feuerwehrersatzaufzug) 1x Shuttleaufzug
Ausstattung
Kabinen aus Weißglas und Edelstahldecken mit LED-Beleuchtung • Schindler LobbyVision • 1 Media-Screen je Kabine
Von der ersten Identifikation über den Transport im Gebäude bis hin zum Öffnen von Türen: Mit dem PORT Access-System und den Aufzuganlagen liefert uns Schindler Mobilität und Zugangskontrolle aus einer Hand.Steffen Barkholtz Prokurist der Bauherrengesellschaft und Projektleiter UBM Development
Mitte
Raphael Kiczka
Prokurist und Leiter Montage
Tel. 069 / 420 93 - 228
Mobil 069 / 42093 - 177