aquaTurm Radolfzell
Hotels, Radolfzell

Weltpremiere am Bodensee: Das „aquaTurm Hotel plus Energie“ ist das erste Null-Energie-Hochhaus. Damit hat Radolfzell seit April 2017 einen Grund mehr, sich als Umwelthauptstadt zu bezeichnen. Das Designhotel im ehemaligen Wasserturm lebt von Charme, Panoramablick – und einem ausgefeilten Energiekonzept. Ein Schindler 5500 Aufzug trägt dazu bei.

Eckdaten

Anzahl
1

Standort
Radolfzell

Fertigstellung
2017

Produkte
Schindler 5500

  • Hotels
  • Radolfzell
  • Neuanlage

Projektbeschreibung

Vom Wasserturm zum energetischen Vorzeigeprojekt

Weltpremiere am Bodensee: Mit dem „aquaTurm Hotel plus Energie“ öffnete im April 2017 in Radolfzell das erste Null-Energie-Hochhaus seine Pforten. Ein Schindler 5500 Aufzug trägt zum ausgefeilten Energiekonzept des Designhotels bei.

Manchmal braucht es 18 Jahre, bis ein Traum Wirklichkeit wird. So bei Norman Räffle: Schon als Schüler war er fasziniert von dem stillgelegten Wasserturm der Radolfzeller Milchwerke – und entschloss sich an einem Weihnachtsabend 1998, aus dem Gebäude „etwas Einzigartiges“ zu machen. Bald hatte er die ganze Familie überzeugt; 2001 erwarb sie den Turm von der Stadt. Nach mehreren Nutzungsentwürfen entschied sich die Familie schließlich – als Investor, Bauherr, Planer und nun auch Betreiber – für ein Designhotel mit Norman Räffle als Architekt. Und so erhält im Jahr 2017 Radolfzell am Bodensee – nach Worten seines Oberbürgermeisters die „heimliche Umwelthauptstadt“ – ein neues Wahrzeichen für Klimaschutz. Denn nach acht Jahren Bauzeit ist der Wasserhochbehälter ein Hotel, das völlig autark so viel Energie produziert wie es verbraucht.


„Jedes Element ist maximal energieeffizient“

Der aquaTurm nutzt ausschließlich regenerative Energiequellen wie Geothermie, Solarthermie, Photovoltaik und Windenergie. Damit deckt das Hotel seinen gesamten Strom- und Energiebedarf selbstständig. Der Lohn der Mühe: Weil es bei „nachhaltigem Bauen im gewerblichen Nutzungsbereich neue Maßstäbe setzt“, zeichnete es der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel im Jahr 2008 als „Demonstrationsanlage der Bundesrepublik Deutschland“ aus.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der Aufzug, der wie das Treppenhaus im Erschließungsturm neben dem Hauptturm untergebracht ist. Der Schindler 5500 Aufzug arbeitet mit Energierückgewinnung: Er wandelt Bremsenergie in Strom um, während er Gäste und Mitarbeiter in die insgesamt 20 Panoramazimmer, Etagenappartements oder die SPA-Suite im obersten Stockwerk fährt. Zusätzlich verfügt er über eine Antriebstechnologie, die 30 Prozent weniger Energie als vergleichbare Aufzüge verbraucht. Stromsparende LED-Beleuchtung sowie ein um 50 Prozent reduziertes Gewicht der Antriebs- und Tragmittel gegenüber herkömmlichen Anlagen mit Stahlseilen minimieren den Energieverbrauch weiter. Eigenschaften, die zählen, denn: „Um unser Ziel null Energie zu erreichen, sollte jedes Element maximal energieeffizient sein“, erläutert Norman Räffle. „Aufzüge verbrauchen in einem Hotel per se mehr Energie als in einem Wohnhaus. In unserem 36-Betten-Turmhotel ist die Frequenz langer Wege besonders hoch, da beispielsweise unser Frühstücksraum im 11. OG liegt.“


Stimmige Integration ins Hotelkonzept

Einmal auf der Aussichtsterrasse angelangt, haben Gäste vom zweithöchsten Gebäude der Stadt einen freien Rundumblick auf Radolfzell, den See und die Blumeninsel Reichenau. Im Foyer sehen Besucher auf einer Schautafel, wie viel welche Komponenten zur Energieeinsparung beitragen. So schmückt sich das Designhotel mit fünf grünen Sternen für nachhaltige Elemente wie speziell gefertigte, fünffach verglaste Fenster und ein solarbeheiztes Dampfbad. In dieses hochwertige Konzept fügt sich der Schindler 5500 Aufzug ein – mit einer durchgängig in Edelstahl gehaltenen Kabine, LED-Beleuchtung und futuristischer Deckengestaltung. „Wir hatten den hohen Anspruch eines soliden, robusten Aufzugs“, schildert Architekt Norman Räffle. „Die Kabine sollte das technokratische Äußere des aquaTurms aufgreifen und zugleich den Fahrgästen ein Gefühl von Qualität und Sicherheit vermitteln.“


Verlässliche Zusammenarbeit

Der aquaTurm ist nicht nur ein Familien-, sondern auch ein Herzensprojekt. Eigens dafür begann Norman Räffle eine Bauzeichner-lehre und legte ein Architekturstudium nach. Für ihn ging der Traum mit der Eröffnung des „aquaTurm Hotel plus Energie“ in Erfüllung. „Wir haben statische und tragwerkstechnische Herausforderungen ebenso gemeistert wie die größte – nämlich unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden.“

Die Radolfzeller Schindler-Niederlassung mit Herrn Enz war von Anfang an am Projekt beteiligt. „Wir arbeiten seit vielen Jahren, und auch derzeit, mit Schindler zusammen“, bestätigt Räffle. „Für den aquaTurm war diese Vertrauensbasis ebenso entscheidend wie die hohe Innovationskraft des Unternehmens. Mit seinen Prinzipien Forschung, Qualität und Leistung setzen wir auch weiterhin auf Schindler-Aufzüge.“


Architekt/Architekturbüro: 
Norman Räffle, -AIR- Architekturbüro und Ingenieurbüro Räffle

Technische Details

Schindler 5500

Traglasten
1000 kg

Geschwindigkeit
1.6 m/s

Fördhöhe
35 m

Anzahl
1

Haltestellen
13

Konfiguration
Frequenzgeregelt mit Energierückgewinnung, maschinenraumloser Antrieb

Ausstattung
Edelstahlkabine, Rückwand Spiegel, Seitenwandhandlauf Edelstahl, Decke Edelstahl mit LED-Leuchtfeld, Kunststeinboden schwarz

Besonderheiten
Fast alle Stockwerke werden über Kartenleser verschlüsselt angefahren

Technische Details

Produktname
Schindler 5500

Traglasten
1000 kg

Fördhöhe
35 m

Anzahl
1

Geschwindigkeit
1.6 m/s

Haltestellen
13

Konfiguration
Frequenzgeregelt mit Energierückgewinnung, maschinenraumloser Antrieb

Ausstattung
Edelstahlkabine, Rückwand Spiegel, Seitenwandhandlauf Edelstahl, Decke Edelstahl mit LED-Leuchtfeld, Kunststeinboden schwarz

Besonderheiten
Fast alle Stockwerke werden über Kartenleser verschlüsselt angefahren

Ansprechpartner*in

Südwest

Bei Fragen zu dieser Referenz kontaktieren Sie bitte den zuständigen Ansprechpartner für die Region Südwest.

Wilfried Enz
Vertriebsingenieur

Tel. 07732 9243 12
Mobil 07732 9243 25

wilfried.enz@de.schindler.com

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